Eine neurologische Erkrankung verändert das Leben – für Betroffene, ebenso wie für ihre Angehörigen. Neben medizinischer Behandlung und Rehabilitation können Räume für Begegnung, Austausch, Ausdruck und soziale Teilhabe neue Impulse geben, empowern und Halt vermitteln.
Mit „Halt geben“ entwickelt Kubus e. V. gemeinsam mit Einrichtungen der neurologischen Rehabilitation kulturelle und kreative Angebote für Menschen mit neurologischen Erkrankungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie künstlerische Erfahrungen dazu beitragen können, eigene Ressourcen zu entdecken, Kontakte zu knüpfen und sich selbst und andere neu zu erleben.
In wöchentlichen Workshops können die Teilnehmer*innen unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen kennenlernen und ausprobieren – z.B. Theater, Bewegung, Musik, Erzählen oder kreative Schreibformen. Dabei geht es nicht um Vorkenntnisse oder darum, ein bestimmtes
künstlerisches Ergebnis zu erreichen. Vielmehr steht die Freude am gemeinsamen Tun im Mittelpunkt: sich ausdrücken, miteinander ins Gespräch kommen, Neues ausprobieren und eigene Fähigkeiten erleben. Kreativität kann stärken: Sie eröffnet neue Perspektiven, macht eigene
Fähigkeiten und Ressourcen erfahrbar und kann dabei helfen, Vertrauen in sich selbst und die eigenen Möglichkeiten zurückzugewinnen. So können kreative Prozesse Selbstwirksamkeit fördern und neue Wege eröffnen, mit Veränderungen umzugehen.
Das Angebot wird gemeinsam mit den Fachleuten vor Ort auf die jeweiligen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Teilnehmer*innen abgestimmt. Dabei können unterschiedliche Rehabilitationsstufen und individuelle Voraussetzungen berücksichtigt werden.
„Halt geben“ möchte einen Raum schaffen, in dem Menschen nicht in erster Linie als Patient*innen, sondern als neugierige, kreative und gestaltende Menschen zusammenkommen.

Ansprechperson: Sezin Onay
Telefon: 01777602293
E-Mail: sezin[.]onay[@]kubusev[.]org
Projektlaufzeit: 01.09.2026 bis 30.08.2029
Dieses Projekt ist durch die Deutsche Fernsehlotterie finanziert und kann für die teilnehmenden Einrichtungen und Patient*innen kostenfrei angeboten werden.

