Schalom und Salam

Gemeinsam für den Abbau von Antisemitismus in unserer Gesellschaft

Schalom und Salam auf arabisch und hebräisch.

Wie lässt sich, ganz generell und ganz allgemein, das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Antisemitismus in unserer Gesellschaft stärken? Und wie können, im Speziellen und im Besonderen, hilfreiche Ansätze der Antisemitismusprävention für junge Geflüchtete weiterentwickelt werden? Mit diesen zentralen Fragestellungen beschäftigt sich ab sofort das neue KUBUS-Projekt mit dem programmatischen Titel „Schalom und Salam“.

Zwei Zielgruppen

Ziel des Projektes ist der Abbau von Antisemitismus in unserer Gesellschaft. Dabei richten sich die Maßnahmen hauptsächlich an zwei Zielgruppen. Das sind erstens: junge Erwachsene, sowohl solche mit Fluchterfahrung als auch jene jüdischen Glaubens. Und das sind zweitens: Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich im Bereich der Jugend- und Geflüchtetenhilfe engagieren. Und natürlich steht das Angebot auch weiteren Interessierten offen.

Das Besondere am Projekt „Schalom und Salam“: Jüdische Perspektiven und jüdische Erfahrungen und insbesondere junge jüdische Menschen werden von Anbeginn mit einbezogen.

Ein Auszug aus dem deutschen Duden. Das Wort Antisemitismus wird erklärt. Es steht für die Feindschaft gegen Juden.

„Botschafter*innen gegen Antisemitismus“

Als erste Arbeitsschritte werden über eine Befragung die Berührungspunkte und Erfahrungen der Haupt- und Ehrenamtlichen mit dem Thema Antisemitismus und die daraus entstehenden Bedarfe erfasst. Gleichzeitig werden neue Räume für Begegnungen geschaffen und verschiedene Methoden entwickelt, um Vorurteile und Antisemitismus abzubauen.

Über Weiterbildungen mit mehreren Modulen und über den Auf- und Ausbau von intensiveren Kontakten zwischen jungen Erwachsenen mit unterschiedlichen Hintergründen werden diese selbst zu so genannten „Botschafter*innen gegen Antisemitismus“ ausgebildet. Und diese Botschafter*innen sollen im weiteren Verlauf des Projekts auch selbst in Aktion treten.

Für die Haupt- und Ehrenamtlichen sieht „Schalom und Salam“ vor, Angebote zu entwickeln, in denen sie sich mit dem Thema Antisemitismus auseinandersetzen können. Diese Auseinandersetzung kann einerseits der Selbstreflexion und der Reflexion des Themas im Arbeitskontext dienen und zudem auch Möglichkeiten eröffnen, neues Wissen und neue Erfahrungen in den eigenen Arbeitsbereich zu integrieren.

Digitale Wissensplattform

Im weiteren Verlauf des Projektes wird eine digitale Wissensplattform zum Thema Antisemitismus veröffentlicht und eine Fachstelle zum Thema Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft etabliert.

Ganz bewusst stellen sich die Projektverantwortlichen bei „Schalom und Salam“ der Herausforderung, eine zusätzliche Stigmatisierung junger Geflüchteter zu vermieden und gleichzeitig einer zusätzlichen Belastung von Jüd*innen entgegen zu wirken. Diese sensible Balance wollen alle Beteiligten erreichen durch Achtung, durch Begegnung und den Blick auf Gemeinsamkeiten.


Ansprechpartnerinnen:

Anat Ivgi | 0711 888 999 34 | anat.ivgi@kubusev.org

Kerstin Müller | 0711 888 999 34 | kerstin.mueller@kubusev.org

Projektlaufzeit: 2020 – 2024


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